Die FDA/NRW Autorinnen Helga Rost (Köln) und Brigitte Vollenberg (Gladbeck) waren Part einer gelungenen weihnachtlichen Veranstaltung, zu der die VHS in Essen unter dem Motto „Wunderbares Weihnachtsspezial“ geladen hatte.

Ab 16:00 Uhr gehörte die Bühne den Literaten. Im ersten Teil des Programms wurden weihnachtliche Prosatexte präsentiert, die der Feder der Kursteilnehmer „Biographisches Schreiben“ entsprungen waren.

 

Was sich hinter „Weihnachten bei den sanften Irren“ verbarg, machte neugierig. Es ist ein Poetenkreis, der seit vielen Jahre besteht und lustige, aber auch schwarzhumorige und skurrile Verse präsentierte.

 

Brigitte Vollenberg knüpfte mit ihren Weihnachtsgeschichten an die Skurrilität der Verse an. Als Mitglied der Mörderischen Schwestern, einer deutschsprachigen Krimivereinigung, stellte sie weihnachtlich Kriminelles vor. Eine junge Frau kommt auf die unkonventionelle Idee, ihrer besten Freundin einen Callboy im Nikolauskostüm zu schenken. Wie die Beschenkte damit umgeht, wirft am Ende die Frage auf, wie lassen die beiden Damen den Nikolaus am besten verschwinden? Sie lassen sich „Zeit bis Ostern“, so auch der Titel dieser Geschichte.

 

Helga Rost stellte ihr Weihnachtsbuch vor: Die Weihnachtsmutter, das Ende November  2012 erschienen ist. In ihren Geschichten und Gedichten nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Sie setzt sich kritisch mit Weihnachtskitsch und Gefühlsduselei auseinander. Welches Geheimnis sich hinter dem kleinen Elch verbirgt, der auf dem Balkon eines Hochhauses abgesetzt wurde und auf die Rückkehr seiner in der Weihnachtszeit vielbeschäftigten Eltern wartet, trug sie mit angenehmer und perfekter Bühnenpräsenz vor.

 

Nach einer weiteren Krimikurzgeschichte von Brigitte Vollenberg und einem besinnlich versöhnlich stimmenden Gedicht von Helga Rost, beide mit dem Titel „Der Wunschzettel“, machten die Autorinnen die Bühne frei für den Chor Cantaré.

 

 

Das Interesse am geschriebenen und vorgetragenen Wort war sehr groß. So durften die Autoren und Autorinnen sich stets über einen gut gefüllten „Großen Saal“ in den Räumen der Volkshochschule freuen.